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Gut eine Woche nach dem Release von World in Conflict hatten wir
genug Zeit um das Spiel zu testen und fassen das Wesentliche im
nachfolgenden Review zusammen.
Die Entwickler von "Massive Entertainment" schufen mit World in Conflict eines der Top-Strategiespiele dieses Jahres.
World in Conflict erhielt bereits jetzt einige Auszeichnungen von etablierten Spielemagazinen und wird mit Sicherheit auch auf der ein oder anderen Preisverleihung vertreten sein.
Trotz der einfachen Steuerung und eines überschaulichen Interfaces besitzt es taktisch eine sehr große Spieltiefe. Wie man so schön sagt "Es ist einfach zu lernen, aber schwer zu meistern".
World in Conflict umfasst eine Einzelspielerkampange, ein Tutorial für die
Grundsteuerung, einen überzeugender Multiplayer-Modus und zahlreiche
Einstellungsmöglichkeit.
Trotz einer fantastischen Einzelspielerkampange ist World in Conflict mehr auf den Multiplayer ausgelegt, aber dazu später mehr.
Das Spiel handelt in echten Szenarien aber mit einer fiktiven Geschichte:
Wir schreiben das Jahr 2989. Der Kalte Krieg ist zu einem heißen Krieg
ausgeartet, die UdSSR besetzt Europa und fällt in Amerika ein.
Technik
Einen großen Teil zur Atmosphäre trägt die wundervolle Grafik bei. Man
kann mit Recht behaupten das es die beste Grafik eines Strategiespiels
bis dato ist.
Auf höchsten Einstellungen ist selbst bei nahester Zoomstufe alles
sauber texturiert und unglaublich detailiert, in dieser Zoomstufe
könnte man es fast mit einem Egoshooter verwechseln. Somit kommen wir zu der sehr umfangreiche Kamarasteuerung, man kann seinen Einheiten in
der Schulterperspektive folgen aber aufgrund der Übersicht eines
Strategiespiels kann man die Kamera auch sehr weit herrauszoomen.
Das Wasser spiegelt Wolken, Einheiten und auch Angriffe wieder und
selbst der Rauch verwirbelt realistisch. Lädt man sich ein eigenes
Profilbild hoch hat man sogar die Möglichkeit dieses auf all seinen
Einheiten abbilden zu lassen.
Artillerieschläge und Bomben hinterlassen Krater mit teritorrialen
Veränderungen. Auf den Maps ist alles zerstörbar, man hat die
Möglichkeit ganze Wälder abzuholzen und Gebäude zu zerstören. Selbst
Landschaftsobjekte wie PKWs oder Silos fliegen effektvoll in die Luft.
Trotz all dieser Details soll World in Conflict mit niedrigen
Einstellungen auch auf leistungsschwächeren Pcs flüssig laufen,
allerdings muss man dann zum Beispiel auf eine Umformung der Landschaft
durch Bombeneinschläge verzichten.
Singleplayer
In der Einzelspielerkampange kann man nur in die Rolle der USA schlüpfen. Ziel ist es, die UdSSR aus Amerika zu vertreiben und Europa zurückzuerobern.
Dazu kämpft man auf 14 verschiedenen Maps gegen die Invasion, indem man verschiedene Einheiten wie Panzer, Infanterie und Reperaturfahrzeuge in bester Strategiemanier steuert.
Dabei besitzt fast jede Einheit eine Spezial-Fahigkeit sowohl in der Offensive wie auch in der Defensive. So kann der Panzer einmal eine besonders starke Rakete abfeuern oder sich zum Schutz in Rauch einhüllen um nicht mehr anvisiert zu werden.
Die Kampange beginnt mit dem Einfall der Russen in Seattle. In der ersten Mission befehligt man eine kleine Anzahl Einheiten und muss sich kontrolliert aus Seattle zurückziehen. Der Kreis schließt sich mit der letzten Mission, in der man Seattle in einer packenden Schlacht zurückerobert.
In den einzelnen Missionen gibt es sowohl primäre Missionsziele, die für das Abschließen das Levels notwendig sind, und sekundäre Ziele. Bei letzteren handelt es sich um Nebenaufgabe wie zum Beispiel verbündete Einheiten reparieren oder die gegnerische Artillerie ausschalten.
Meistens gibt es dafür eine Belohnung in Form von Bonuseinheiten oder zusätzliche Verstärkungspunkte.
Zu Beginn jeder Mission wählt man seine Einheiten aus einem begrenzten Einheitenpool aus, das sogenannte Verstärkungsmenü. Dabei bezahlt man jede Einheit mit einer bestimmten Anzahl Verstärkungspunkten, die jedoch stark begrenzt sind. Durch die geringe Einheitenzahl behällt man stets die Übersicht. Der Atmosphäre und dem Spielspaß tut das jedoch keinen Abbruch.
Wird eine Einheit zerstört fließt deren Verstärkungspunktewert langsam auf das Konto zurück.
Desweiteren kann man über das "Taktische Hilfe"-Menü starke Hilfen wie Artillerieunterstützung, Luft-Luft Angriff oder einen Panzerbrecher anfordern. Dafür benötigt man TA-Punkte die man zum Beispiel für das Angreifen feindlicher Einheiten oder das Reparieren verbündeter Einheiten erhällt.
Zwischen den Mission und auch währenddessen werden immer wieder spannende und emotionale Zwischensequenzen gezeigt. Die Story ist durchgehend motiverend und regt auch zum Nachdenken an. So wird immer wieder der Zwiespalt der Charaktere angesprochen, was mit der Zündung einer Atombombe in einer amerikanischen Stadt ihren Höhepunkt erreicht.
Die Missionen führen den Spieler sowohl durch Amerika als auch durch Frankreich und Russland.
Da eine Mission immer nur ca. 30 - 45 min. dauert, endet die Kampange leider schon nach ziemlich kurzer Zeit in einem eindrucksvollen Finale.
Multiplayer
Der Multiplayer ist trotz einer spektakulären Kampange das Herzstück des Spiels.
Dabei unterscheidet das Programm zwischen "Online" und "Lokales Netzwerk", außerdem hat man die Möglichkeit vorher gespeicherte Wiederholungen anzuschauen.
Im Online-Modus findet man sich nach dem problemlosen Erstellen eines Kontos in dem vollständig integrierten und immer aktuellen Multiplayermenü wieder.
Schon hier wird der Umfang des Multiplayer-Modus deutlich, neben der aktuellen Bestenliste und dem Benutzerprofil hat man auch gleich Einblick in seine Freunde- und Bekannschaftenliste, in der man gleich erkennt, wer gerade online ist.
Gehen wir näher auf das gelungene Profil ein: Für jeden Spieler findet sich eine ausführliche Statistik, samt Benutzerbild und Medaillensammlung, welche für bestimme Aktionen und das Erreichen eines Zieles vergeben werden. Mit dem ersten Patch sollen noch ein Gästebuch, ein eigenes Motto und ein eigener Web-Link hinzugefügt werden.
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Unter dem Menüpunkt "Server" wird eine Vielzahl verfügbarer Server angezeigt, dabei werden in der rechten unteren Ecke gleich die Eigenschaften des jeweiligen Servers angezeigt.
Nachdem man sich auf einem Server eingeklingt hat kann man auch dem laufenden Spiel beitreten. Zu Beginn wählt man im Gegensatz zum Singleplayer zuerst seine "Rolle". Zur Auswahl stehen "Infanterie", "Panzertruppen", "Unterstüzung" und "Lufteinheiten".
Jede Rolle hat nur Zugang zu den jeweils zugehörigen Einheiten aber für einen teureren Preis auch zu vereinzelte Einheiten aus den anderen Bereichen. Damit wird das Teamplay gefördert. Teamplay ist der Schlüssel zum Erfolg in World in Conflict, ohne ein gut funktionierendes Team hat man keine Chance, da die Einheiten auf dem Schere, Stein, Papier - Prinzip beruhen und man somit immer einer anderen Einheitenrolle unterlegen ist.
Mit der Zeit erhalten die Einheiten immer mehr Erfahrung und steigen im Rang auf, dass wirkt sich vor allem auf die Zielgenauigkeit und die Nachladezeit aus.
World in Conflict ist ein Muss für jeden Genrefan, wofür nicht zuletzt auch die zahlreichen positiven Bewertungen anderer Berichte sprechen. Wer ein actiongeladenes, von der ersten Sekunde an spannendes Strategiespiel sucht, der ist mit World in Conflict bestens beraten!
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