Die Firma Creative genießt
mit ihrer Soundblasterreihe schon seit
Jahren einen sehr hohen Status. Dies gelang ihr immer durch
sehr hohe Qualität und einzigartigen Klang. Wir haben die neue
X-Fi Serie von Creative mal etwas genauer unter die Lupe genommen.
Wie sich die Soundkarte im Test schlägt und was alles verändert
wurde,
könnt ihr wie immer bei uns lesen ;-)
Zu erst vielen Dank für
das Sample!
Creative begann nach der Audigy-Serie sofort mit der
Produktion
eines neuen Chips, welcher erstmals im Mai 2005 angekündigt
wurde.
Dieser neue Chip sollte alles in den Schatten stellen, was es bis
dahin gegeben
hat. Sein Name war „X-Fi“ und er sollte einen neuen
Standart schaffen,
die „Xtreme Fidelity“.

(Click for Zoom)
Der X-Fi wurde auf der Karte zusammen mit 51 Millionen
Transistoren verbaut. Außerdem sind die neuen Features des
Chips:
10,000 MIPS (MIPS = Anweisungen pro Sekunde)
X-Fi Xtreme Fidelity Audioprozessor
109dB Rauschabstand bei der Wiedergabe
136dB Rauschabstand bei der Verarbeitung
X-Fi CMSS 3D Kopfhörertechnologie
X-Fi 24-Bit Crystalizer (Lässt MP3-Dateien besser klingen)
Diese neuen Features sollen alle zur Verbesserung
der Klangqualität beitragen.
Kommen wir aber nun zum Lieferumfang und zum Preis.
Der Lieferumfang der Karte enthält alles, um sie
sofort einbauen und in Betrieb
nehmen zu können. Der große Karton lässt vermuten,
dass sich darin viel befindet.
Bei der Xtreme Music ist das nicht so. Es sind nur Bedienungsanleitung,
Treiber CD,
Casebadge und die Karte enthalten.

(Click for Zoom)
Der Preis der Karte liegt derzeit laut dem Geizhals-Link
bei
ca. 96€. Man kann sagen, dass die Xtreme Music mit der
Sparausrüstung
kommt, denn weiteres Zubehör hätte den momentanen Preis
nur unnötig
in die Höhe getrieben.
Nun möchten wir euch einen Überblick der
Anschlüsse geben: Die Anschlüsse
ähneln sich bei den verschiedenen Modellen, sind aber auch ab
und zu
verschieden. So kann man hier in einer Tabelle die Anschlüsse
der einzelnen
Modelle ablesen.

(Click for Zoom)
Kommen wir nun zu den technischen Daten:
# Aufnahme bei 24 Bit / 96 kHz
# 7.1-Wiedergabe (analog) bei 24 Bit / 96 kHz
# Stereo-Wiedergabe bei 24 Bit / 192 kHz
# Frequenzumfang (+/- 3 dB, 24 Bit/96 kHz) = <10 Hz bis 46 kHz
# Frequenzumfang (+/- 3 dB, 24 Bit/192 kHz) = <10 Hz bis 88 kHz
bei Stereo
# ASIO 2.0-Unterstützung für Aufnahmen mit 16 und 24 Bit
bei 44.1 kHz, 48 kHz und 96 kHz mit Direct Monitoring
# Erweiterte SoundFont-Unterstützung bis zu 24 Bit Auflösung

(Click for Zoom)
Erklären wir nun wie die Neuerung CMSS
funktioniert
Die CMSS-Technologie soll aus einem einfachem Stereo-Signal
"echten" Raumklang auf
bis zu 7.1 Soundsystemen erzeugen. Kommen nun aber mehrere Tonquellen
hinzu,
kann es passieren, dass das ganze Geräusch etwas "verwaschen"
klingt. Creative geht
dem Problem entgegen, indem sie es genau so machen, wie es das menschliche
Gehör
schon immer macht. Für eine Trennung mehrerer Ton-Quellen wird
eine Berechnung des
Frequenzbereiches vorgenommen. Verschiedene Quellen nutzen verschiedene
Frequenzbereiche, weshalb der Mensch sich auf eine bestimmte Quelle
konzentrieren kann.
Genau das wird sehr häufig als "Cocktail-Party-Effekt"
bezeichnet.
So ähnlich arbeitet nun auch der X-Fi Soundchip.
Um diese Optionen auch in der Software einstellen zu können
gibt es ein bestimmtes Panel,
nämlich die "THX-Konsole"

(Die THX-Konsole)
Dies ist die THX-Konsole. Hier werden die meisten
Einstellungen
vorgenommen. Beispielsweise kann man im Bass-Management
Einstellungen am Subwoofer vornehmen.
Nicht jeder benutzt seinen PC nur um Musik zu hören
oder Filme anzuschauen.
Genau für diese unterschiedlichen Anwendungen bietet Creative
einen Modusumschalter
für die X-Fi. In diesem Panel kann man zwischen Unterhaltungsmodus
(Filme, Musik),
Audioerstellungsmodus (Entlastung der CPU = mehr Leistung) und dem
Spielmodus
schalten. So ist für jeden User das richtige Profil dabei und
man kann die Karte auch
optimal nutzen.

(Der Modusumschalter)
Weiterhin im Softwarepaket sind:
Creative MediaSource Player (ein Player zur Wiedergabe
von Musik)
DVD-Audio Player (ein Player zur Wiedergabe von Filmen)
WaveStudio (Bearbeitung von Musik, special Effekte)
Smart Recorder (Aufnahme)
3D-MIDI Player (ein Player zur Wiedergabe von MIDI-Files)
Karaoke Player (ein Player zum Nachsingen von Liedern)
Um den Karaoke Player zu benutzen, benötigt man
zu den Liedern die passenden
LRC-Dateien. Das sind die Lyrics, die nur in das Programm geladen
werden und dann
einsatzbereit sind. Hat man diese Dateien nicht zur Verfügung,
kann man sie sich aus
dem Internet runterladen oder den Text, Zeile für Zeile, selber
eingeben. Dies ist eine lustige
Sache, die auch auf Partys oft und gern benutzt wird.
In der Taskleiste wird ein kleiner Lautstärkeregler
angezeigt, sobald die Software
installiert ist. Hier kann man schnell in die wichtigsten Optionen
herein und kann
alles Umstellen.

(Das Lautstärkefenster)
Kommen wir nun zum Fazit:
Die X-Fi Xtreme Music ist eine Karte mit wahnsinnigem
Klang.
Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen, genau so wie
die
Softwareausstattung. Der Preis von rund 100€ ist, denke ich,
mehr
als gerechtfertigt für diese Leistung. Dank den vielen Transistoren
und den MIPS ist der Klang wirklich atemberaubend. Wenn man nur
Onboardsound gewöhnt ist und dann auf diese Karte umsteigt,
wird einen
deutlichen Unterschied im positiven Sinne erleben. Zusammen mit
dem
richtigen Soundsystem ist diese Karte wirklich einfach nur der Hammer!
Darum vergeben wir zu Recht den Goldaward!
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