Wenn die Temperaturen des PCs nicht mehr
aufhören zu steigen,
ist es Zeit für einen neuen Kühler. Will man es dazu aber
noch
viel leiser haben, muss wohl eine Wasserkühlung angeschafft
werden.
Hier haben wir für euch eine Zusammenstellung
getestet und eingebaut,
damit die Wasserkühlungsanfänger sich vor dem Einbau ihrer
eigenen Wasserkühlung
etwas belesen können. Dies ist in vielen Situationen wichtig,
denn man sollte sich
lieber vorher Gedanken machen, als hinterher wenn es schon zu spät
ist.
Der Einbau wird an einem Chieftec Mesh Miditower
demonstriert. Natürlich
kann man seine Wasserkühlung in jedes andere Gehäuse bauen,
nur
beim Chieftec gibt es genügend Platz um alles sauber und ordentlich
zu verstauen.
Das ist zwar nicht das Einzigste Gehäuse welches diese Optionen
besitzt, jedoch
haben wir uns für dieses Entschieden.
Zuerst sollte man aber in seinem Geldbeutel
überschlagen, wie viel man ausgeben kann.
Dann muss man sich überlegen, wofür die Wakü sein
soll. Eher um einzelne
Teile zu übertackten, um absolute Stille zu haben oder die
Temperatur stark zu verbessern.
Wenn man sich dann auch noch überlegt
hat, was man alles kühlen möchte kann
es mit dem Planen losgehen. Hier die erste Skizze, so wie sie in
meinem System
zum Einsatz kommen soll. Natürlich muss man auch auf die Verschlauchung
achten,
welche man am besten auch vorher plant.

(ohne Verschlauchung)

(mit Verschlauchung)
Nun, nachdem man alles gut geplant hat, kann man ans
Einkaufen gehen.
Für jedes der Hardwareteile, die man kühlen möchte,
braucht man einen Kühler.
Außerdem braucht man:
- Kühler
- Radiator
- Ausgleichsbehälter
- Lüfter für den Radiator (nicht immer erforderlich)
- Wasserpumpe
- Schlauch
- Destilliertes Wasser
- Korrosionsschutz
- Anschlüsse
Bei den Anschlüssen, gibt es verschiedene Sorten.
Diese kann man sich beim
Fachhändler aussuchen. Wir haben in diesem Beispiel Verschraubungen
genutzt, da
diese mit am sichersten sind.
Beim Kühler gibt es viele Ausführungen,
die man sich am besten selber raussuchen
sollte.
Bei Radiatoren ist es immer eine Sache der Größe. Ob
Single, Dual oder Tripple
sollte auch jeder für sich entscheiden, man beachte jedoch:
Je größer der Radiator,
desto größer die Kühlleistung. Hier haben wir uns
für einen NexXxoS Xtreme II entschieden,
da dieser mit am preiswertesten ist und auch einiges zu bieten hat.
Die Ausgleichsbehältnisse gibt es in verschiedensten
Formen und Farben. Auch hier
kann jeder für sich entscheiden, wo man den Ausgleichsbehälter
platzieren möchte.
Deshalb gibt es für jeden Anspruch den richtigen Behälter.
Wir haben einen Cape Coolplex 25
verwendet.
Bei den Wasserpumpen gibt es viele, die gute Leistung
und Stille garantieren. Jedoch
hört bei einem die Stille auf, wo sie beim anderen anfängt.
So können wir sagen, dass es
große Glaubenssache ist, welche Pumpe man nimmt. Man sollte
nur zwischen 12V und 230V entscheiden.
Die 12V Variante ist leichter im Gehäuse anzubringen, da man
nicht mit dem Stromkabel
nach Außen muss. Wir haben uns zu dieser Zeit für die
leistungsstärkste Pumpe auf dem jetzigen Markt
entschieden, die Laing DDC Pro Variante sollte es sein. Als Gegenspieler
könnte man aber auch die
HPPS von Eheim nehmen.
Zum Schlauch kann man nicht viel sagen, wer um enge
Radien muss
und gerne auf Knickschutzfedern verzichten möchte, der sollte
doch zu Tygon greifen.
Dieser ist zwar sehr teuer (5€ pro Meter) aber auch sein Geld
wert. Wir haben uns zu erst für die billigste
aller Schlauchvarianten entschieden, nämlich den PUR Schlauch.
Hierzu benötigten wir allerdings
Knickschutzfedern, aber dazu nachher mehr.
Kommen wir nun zum
Einbau:
Nachdem man alles bestellt hat und alles da ist, sollte
man sich überlegen, wo man die einzelnen Sachen
platziert. Zu den überlegenswertesten gehören Radiator,
Ausgleichsbehältnis und Pumpe.
Wir haben uns beim Radiator für den Deckel entschieden, da
man so nicht bei jedem Transport
aufpassen muss. Der Ausgleichsbehälter wird an dem Festplattenkäfig
montiert und die Pumpe kommt in den
Käfig herein.
Beim Mesh stellte sich das Problem dar, dass das Netzteil
zu hoch hing. Dadurch bekam man den Radiator nur ohne
Lüfter in den Deckel. Vorne wollte ich ihn nicht anbringen,
da man sonst keine Laufwerke mehr einbauen
könnte. So habe ich das Netzteil etwas unplanmäßig
nach unten versetzt.

(klick for zoom)

(klick for zoom)

(klick for zoom)
Nun sollte man ein Loch im Deckel für den Radiator
machen. Hierzu nimmt man am Besten
eine Radiatorblende und zeichnet die Löcher für die Schrauben
ein. Natürlich kommt es
hier darauf an, welche Blende man benutzen möchte. Hier seht
ihr nun, wie man vorgehen sollte.

(klick for zoom)
Zuerst sollte man den Deckel vom Gehäuse entfernen
und alles gut abkleben.
Dies verhindert, dass beim Sägen hässliche Kratzer entstehen.
Danach geht es ans
Anzeichnen.
(klick for zoom)
Dann nur noch sägen. So sieht das Ergebnis mit
Blende aus.

(klick for zoom)
Nachdem man nun sein Gehäuse optimal
auf die Wasserkühlung vorbereitet hat,
kann man mit dem Einbau beginnen. Am besten eignet es sich zuerst
die Kühler
einzubauen. In diesem Falle: Grafikkartenkühler, CPU-Kühler,
Northbridgekühler.
Zuerst der CPU-Kühler:
Hierbei handelt es sich um einen NexXxoS
HP Pro.
Man bereitet das Motherboard vor, indem man den alten Kühler
entfernt und
die CPU gründlich reinigt (also von allen Wärmeleitpastenresten
entfernen).
Danach kann man mit den Schrauben beginnen. Diese sollten mit einer
Plastikunterlegscheibe von hinten durch die Mountingholes durchgeschoben
werden.
Danach schiebt man wieder von der oberen Seite 4 Gummistopper auf
die Schrauben.

(klick for zoom)
Danach einfach noch 4 Muttern
zur Befestigung hinterher. Nun sollte man die CPU
mit Wärmeleitpaste bestreichen (nur sehr dünn, da sonst
nicht optimale Ergebnisse
erzielt werden). Danach kann man den Kühler auf die CPU aufsetzen,
4 Federn
auf die Schrauben bringen und mit speziellen Muttern anziehen. Am
Besten ist es,
wenn ihr so fest anzieht, dass ein guter Druck entsteht. Also nicht
sehr zimperlich sein.

(klick for zoom)

(klick for zoom)

(klick for zoom)
Machen wir nun mit der Northbridge weiter.
Auf dem Board, welches ich benutze,
befand sich bis dahin nur ein passiver Kühler. Um dies in einen
Wasserkühler
umzuwandeln muss man zuerst den Kühler abnehmen.

(klick for zoom)

(klick for zoom)
Da auf der Northbridge auch alte Wärmeleitpaste
zu finden ist, sollte
man diese auch gut reinigen, damit neue Paste aufgetragen werden
kann.

(klick for zoom)
Nun kann der Northbridgekühler montiert werden.
Hierbei handelt es sich bei uns um einen ScaroSystems ScaBoost 6
NB-1.
Bei der Montage gilt die gleiche Vorgehensweise wie beim CPU-Kühler.
Am Ende sieht es dann, mit 2 montierten Kühlern, so aus

(klick for zoom)
Als Nächstes kommt dann die Grafikkarte an die
Reihe.
Hier gilt besondere Vorsicht, denn man darf die GPU nicht verletzen.
Man kann sagen, dass in dieser Hinsicht die CPU ein wenig "robuster"
ist.
Um meine Grafikkarte zu kühlen, benutze ich einen Alphacool
NexXxoS GP2X-N.
Dieser kühlt nur die GPU und nicht den Ram. Darum sollte man
die Rams mit
passiven Kühlern kühlen. Hier ist es egal von welcher
Firma die Kühler sind,
wichtig ist nur, dass sie aus Kupfer sind. Kupfer hat eine der besten
Wärmeleitfähigkeiten. Hier seht ihr, wie ich den Kühler
auf meine GeForce 6600GT gebaut habe.

(klick for zoom)

(klick for zoom)

(klick for zoom)
Auch hier wieder das gleiche wie beim CPU-Kühler.
Die Ramkühler (blau) habe ich selber aus einem großen
Kühler gemacht.
Wer die Möglichkeit hat so etwas zu machen, der sollte sich
keine Kühler
extra kaufen. Befestigt sind die Ramkühler mit einem Wärmeleitpad,
welches
beidseitig klebt und die Wärme sehr gut leitet. Man kann dazu
auch Wärmeleitkleber benutzen.
Nun kann der Einbau der Hardware beginnen. Wenn ihr
alles eingebaut habt, könnt
ihr auch gleich den Schlauch auspacken und zuschneiden. Aber Vorsicht:
beim ersten Mal
lieber etwas mehr Schlauch abschneiden, damit es reicht. Was zu
viel ist kann man ja immer
noch abschneiden. Bitte den Schlauch gerade abschneiden und nicht
schief, damit auch die
Verbindungen dicht bleiben.
Wenn man dann alles gut verbunden hat, kann es so
wie bei mir aussehen.

(klick for zoom)

(klick for zoom)
Eine Wasserkühlung ist eine gute und kühle
Sache. So kann man seine übertaktete
CPU von beispielsweise 50°C bis auf 38°C (idle) herunterkühlen.
So war es bei mir der Fall.
Darum kann man durchaus überzeugt sein. Auch der Transport
macht keinerlei Probleme.
Wenn man den Ausgleichsbehälter gut zuschraubt, kann nichts
auslaufen.
Wir bedanken uns bei den Firmen Alphacool und Scarosystems
für die Bereitstellung der
Wasserkühlungsteile.
|